Fenster abdichten Anleitung

Fenster richtig abdichten

Eine Renovierung ist für viele Häuser ein Muss, denn dadurch kann man die Energiekosten senken. Bei der Renovierung muss man sich nur um die richtige Dämmung am Haus und natürlich auch auf dem Dachboden beim anbringen der Dampfsperre kümmern und schon wird man Einsparungen verbuchen. Interessant ist, dass viele Menschen dabei überhaupt nicht an die Abdichtung von Fenstern und Türen denken, was aber immens wichtig ist. Denn bei einer sach- und fachgerechten Abdichtung gemäß RAL-Montage wird man so erst richtig sparen können. Denn sind die Fenster und Türen nicht richtig dicht, wird man umsonst heizen! Wir möchten uns hier mit dem Thema Fenster richtig abdichten beschäftigen.

Fenster abdichten am Haus

1. Die Renovierung

Wenn man renoviert, muss man einfach die Energiekosten im Auge haben und an die Fenster denken. Alte Fenster abdichten, so heißt die Devise, wenn man viel Geld sparen will. Denn ansonsten zieht es extrem und man heizt fast umsonst. Laien können das Fenster schon recht gut abdichten, wenn sie gerade bei der Renovierung sind. Für das Abdichten des Fensters eignen sich Fenstersilikon, Schall- und Wärmeschutz Montageschäume und Bauanschlussbänder. Es gilt aber immer: Innen dichter als außen! Grundsätzlich muss man bei den Abdichtungsprodukten schon genauer hinschauen, ob diese für den Innenbereich oder den Außenbereich gedacht sind, denn es gibt für beides die passenden Produkte auf dem Markt. Der Dichtstoff für den Innenbereich und auch der Dichtstoff für den Außenbereich sind somit schon einmal recht wichtig.

2. Was braucht es für das perfekte abdichten?

Möchte man an den richtigen Stellen einsparen und entscheidet sich für das Abdichten von Türen und Fenster braucht man verschiedene Produkte. Der Innen Dichtstoff dichtet die Fenster von innen luftdicht ab und der Außen Dichtstoff dichtet, wasserdicht aber dampfdiffusionsoffen nach außen. Aber das ist noch lange nicht alles, was man bekommt. So erhält man Anschlussfugen für den Bereich zwischen Fenster und Baukörper, für den Außenbereich gibt es extra Dichtstoffe, die schlagregendicht und luftdurchlässig sind. Die richtigen Planung und Ausführung der Anschlussfuge nach dem IVD-Merkblatt Nr.9 ist wichtig. Immerhin muss man gerade beim Bau auch mit der Abnahme leben, die genau dies überprüft. Davon hängt oft sogar die Bauabnahme ab. Richtige Produkte wären zum Beispiel der Acryl Dichtstoff, den man im Innenbereich verwendet. Ebenso für den Außenbereich der MS Polymer Dichtstoff oder ein Fenstersilikon.

Fenster Außen Fenster Innen
Fenster Außen abdichten mit Dichtstoff Fenster Innen abdichten mit Acryl Dichtstoff

Dampfdiffusions-

offen

Dampfdiffusions-

dicht

 

Es gibt zahlreiche andere Produkte, die man nutzen kann. Dazu zählen der neutral vernetzende 1K Silikon Dichtstoff, das Dichtungsband, den Fensterbankanschluss, Dämmschaum für Türzargen, Schallschutz und Wärmdämmschaum. Man braucht oft auch Hilfsmittel für die Arbeiten, wenn es darum geht alte Fenster abdichten zu können. Dazu zählen die Rundschnur, der Cleaner, der Primer, der Fugenboy, Glättmittel und natürlich auch eine Dosier-Pistole. Hier hat man die Wahl zwischen Druckluftpistole und auch Handpresspistole.

3. Die Anforderungen

Die Planung und Ausführung der Anschlussfuge nach dem IVD-Merkblatt Nr.9  ist sehr wichtig. Man muss nicht nur die richtigen Materialien haben, sondern auch die Arbeiten ordentlich durchführen, damit die Luftdichtigkeit des Gebäudes gegeben ist. Denn bei der Bauabnahme muss alles stimmen.  Übrigens muss man bei allen arbeiten für die Abdichtung der Anschlussfuge für Fenster und Außentüren, immer von der Raumseite zur Außenseite arbeiten. Die Fugendurchlässigkeit muss bei zwei Vollgeschossen der Klasse 2 nach dem ENEV 2009 entsprechen. Bei höherem Einbau muss nach EN 12207 die Klasse 3 gegeben sein. Bei Häusern mit raumlufttechnischer Anlage darf ein Luftwechsel von von 1,5 h-1,sonst 3,0 h-1 nicht überschritten werden.

4. Besonderheiten

 

Natürlich kann man auch Fenster nachträglich abdichten, oft muss man es sogar, weil man erst in der kalten Jahreszeit merkt, ob die Abdichtung absolut zuverlässig ist. Wenn in der kalten Jahreszeit kein Durchzug entsteht, hat man alles perfekt gemacht. Kommt es jedoch zu Durchzug, kann man immer noch abdichten. Man muss aber bedenken, dass man mit Fenstersilikon alte Holzfenster abdichten kann, modernere Fenster aber nicht unbedingt, hier braucht man andere Produkte. Und wenn man das Fenster im Winter abdichten muss, kann man auch zu speziellen Produkten greifen die schnell aushärten.