Montagekleber

Unter dem Oberbegriff Montagekleber kann man unterschiedliche Bezeichnungen zusammenfassen:

  • Montageklebstoff
  • Montagekleber
  • Montagewerkstoff
  • Kleb- und Dichtstoff
  • Klebemasse
  • Spiegelkleber

Also ausführlich versteht man unter Montageklebstoff pastöse Klebstoffe, die für ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten geeignet sind. Sie werden vor allem für das Verkleben und die fugenfüllende Dichtung von Baustoffen und –teilen verwendet. Montagekleber werden nach unterschiedlichen Rohstoffgruppen eingeteilt.

Sie können entweder physikalisch trocknende oder chemisch vernetzende Eigenschaften aufweisen und härten elastisch und spannungsausgleichend oder kraftschlüssig und starr aus.


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Die Anwendungsgebiete von Montageklebern

Mit Montageklebern können Verleistungen im Wintergartenbau oder andere Sockelleisten verklebt werden. Auch für Reparaturen an Fliesen sind sie geeignet.

Bei nicht statischen Anwendungen können damit Dübel in gering tragfähigen Untergründen befestigt werden. Weitere Einsatzgebiete sind die Dachrinnenklebung und das Kleben von Metallprofilen und Blechen im Dachbereich.

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Beim Anbringen von Wand- und Deckenverkleidungen werden die Unterkonstruktionen mit Montageklebstoff befestigt, eventuell mit zusätzlicher mechanischer Sicherung. Darüber hinaus werden diese Klebstoffe im Treppenbau eingesetzt.

Auch für das spannungsausgleichende Verkleben von Fensterbänken sind sie hervorragend geeignet. Neben Balkenverkleidungen werden damit auch Materialien wie Holz und Holzwerkstoffe geklebt. Ebenso kommen sie bei Fahrzeugaufbauten und beim Verkleben von Isolier- und Dämmplatten zum Einsatz. Darüber hinaus werden diese Klebstoffe im Möbel- und Sanitäreinbau verwendet. Spiegelklebungen sind damit genauso möglich wie die Fixierung von Schildern, Abdeckungen oder Verkleidungen.

Sowohl bei Erstklebungen als auch bei Reparaturarbeiten leisten Montagekleber gute Dienste.

Viele Montagekleber können auch zur Abdichtung von Werkstoffen verwendet werden, man bezeichnet sie als Kleb- und Dichtstoff. Allerdings sind nicht alle Montagekleber auch zum Dichten geeignet.

Fast alle Handwerker, die bei ihrer Tätigkeit spritzbare Dichtstoffe einsetzen, benützen auch Montagekleber zum Kleben und Abdichten für die verschiedensten Einsatzzwecke.

Ottocoll M570 2K Hybrid ist ein Montagekleber auf Hybrid-Polymer Basis. Für Materialien wie Holz, Glas, Holzwerkstoffe und Metalle. Auch in hohen Schichtstärken zeigt dieser Kleber eine schnelle und schwundfreie Aushärtung. Zur Anwendung im Karosserie- und Fahrzeugbau, Waggon- und Containerbau, Metall- und Apparatebau oder im Schiffsbau.

Ottocoll P83 PU Kleber ist ein Metallkleber auf Polyurethan Basis. Härtet praktisch schwundfrei aus und schäumt nicht. Für Metall, Kunststoff, Stein oder Holz genauso geeignet wie für Beton. Findet Anwendung im Fahrzeug-, Caravan- und Containerbau.

PU Construkt von Soudal ist ein sehr haftstarker Montagekleber, der ohne Lösungsmittel auskommt. Gleicht Unebenheiten aus.

Sika bond AT14 ist ein hochfester und gleichzeitig elastischer Kraftkleber. Geeignet für Metall, Kunststoff, Fassaden, Dachelemente, HPL Platten in Aufzügen und für Polystyrolschaum-Isolierungen.

Soudal 48 A ist ein einkomponentiger Universalmontagekleber mit starken Hafteigenschaften. Dieser lösungsmittelhaltige Montagekleber auf Polychloropren-Basis gleicht Unebenheiten aus, ist wasserfest und schnelltrocknend. Vor allem für synthetische Materialien wie Gummi, Schaumgummi, Kunstleder, Kork, Leder oder PVC geeignet.

Elastisch oder kraftschlüssig?

Für jede Anforderung findet sich der passende Klebstoff, beispielsweise am Bau, wenn es um die Verbindung unterschiedlicher Materialien geht. Wenn es etwa breite Spalten zu überbrücken und abzudichten gilt, verwendet man spannungsausgleichende Produkte anstatt kraftschlüssige Montagekleber.

Die Endschichtstärke beim elastischen Kleben liegt zwischen 1 und 5 Millimetern, während sie beim kraftschlüssigen Kleber nur 0,1 bis 1 Millimeter stark ist.

Das ist zu beachten

Bevor man Montageklebstoff verarbeitet, sollte man einige grundlegende Dinge beachten. Der Kleber muss auf den verwendeten Materialien einwandfrei haften können.

Außerdem muss er auf vorhandenen Beschichtungen oder Vorbehandlungen anstrichverträglich sein. Der Montageklebstoff muss sich mit den zu verarbeitenden Baustoffen vertragen. Er muss eine ausreichende Festigkeit gegenüber Druckbelastungen aufweisen und auch Scher- und Schälbelastungen widerstehen können. Bei spannungsausgleichenden Klebungen ist eine ausreichende Dehnfähigkeit bei Zugbelastungen erforderlich.

Die angegebene Umgebungstemperatur muss eingehalten werden, genauso wie die Objekttemperatur. Gleiches gilt für die Temperatur des Montageklebstoffs. Darüber hinaus muss die erforderliche Umgebungsfeuchtigkeit eingehalten werden.

Die Verarbeitung von Montageklebstoff

Vor dem Kleben muss unbedingt eine gründliche Reinigung der Werkstoffe erfolgen. Handelt es sich um poröse, mineralische Oberflächen, benutzt man dazu am besten mechanische Instrumente, wie beispielsweise eine Stahlbürste. Für die Reinigung nicht poröser Untergründe verwendet man chemische Reinigungsmittel, wie beispielsweise Spiritus oder Isopropanol. Oder man greift zum vom Hersteller empfohlenen Mittel.

Die Reinigung soll die Haftflächen von jeglichen Verunreinigungen befreien, damit später eine optimale Haftung gewährleistet ist. Es dürfen keinerlei Reste von Verschmutzungen mit Trennmitteln, Fetten und Ölen, Staub, Wasser oder altem Klebstoff zurück bleiben. Diese könnten die Haftung erheblich beeinträchtigen. Um die Haftungsfähigkeit des Montageklebstoffs noch zu optimieren, kann ein geeigneter Primer benutzt werden. Damit werden die Haftflächen vorbehandelt. Eine Mindestablüftzeit muss nach dem Auftragen eingehalten werden, bevor der Montageklebstoff angewandt werden kann. Diese wird vom Hersteller vorgegeben.

Die empfohlene Zeitspanne sollte weder unter- noch überschritten werden. Der Kleber selbst muss auf die gesamte Fläche aufgebracht werden, bis diese vollständig benetzt ist. Beim anschließenden Andrücken hervorquellendes Material ist zu entfernen.