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Terrasse abdichten » Die Anleitung mit PROFI-TIPPS!

Terrasse abdichten ist eine Aufgabe die auch versierte Hobby-Handwerker selbst erledigen können. Nur oft mal kündigt sich die eindringende Feuchtigkeit nicht an. Wird sie einmal festgestellt, ist schneller Rat gefragt. Wir zeigen hier die Möglichkeiten zum Abdichten einer Terrasse auf, sowohl bei Schäden an der Terrasse als auch beim Bau einer neuen Terrasse.

Wer ein neues Haus bezieht, wird wahrscheinlich einen Teil der Arbeiten in Eigenregie erbringen wollen, um die Kosten für Haus, Garage, Garten und Terrasse zu reduzieren. Vor allem das Anlegen einer Terrasse kann von einem versierten Heimwerker selbst übernommen werden. Wichtig ist allerdings, für einen sehr guten Untergrund und eine optimale Abdichtung zu sorgen. Gleiches gilt natürlich auch, wenn es im Laufe der Zeit zu Schäden an den Terrassenfliesen oder vielleicht sogar – durch eine nichtfachgerechte Verlegung – zu Wasserschäden gekommen ist.

Was tun bei geringen Schäden?

Kleinere Schäden, geringe Menge Feuchtigkeit: Sind die Schäden an Ihrer Terrasse nur gering, da nur wenige Terrassenfliesen gesprungen sind, reicht es unter Umständen aus, diese fachgerecht zu ersetzen und die gesamte Terrasse mit einer Imprägnierung zu versehen. Diese wird meist in flüssiger Form angeboten und kann mit einem Gummiwischer diagonal zu den Fliesen aufgetragen werden. Sie sollte etwa fünf Minuten einwirken, bevor sie die Fliesen dann wiederum mit dem Wischer abziehen und überschüssige Reste mit einem feuchten Lappen entfernen.

Größere Schäden, viel Feuchtigkeit tritt ein: Treten die Schäden großflächiger auf oder wurden die Fliesen auf Ihrer Terrasse nicht sachgerecht verlegt, muss wahrscheinlich der gesamte Bereich erneuert werden. Hier gilt es, darauf zu achten, dass der Untergrund Ihrer Terrasse noch intakt ist und keine Schäden von der eintretenden Feuchtigkeit genommen hat (befragen Sie im Zweifel einen Experten!). Wurde auf dem Untergrund beispielsweise Holz verlegt, welches noch vollkommen intakt ist, sollte über diesem eine Entkopplungsmatte verlegt werden. Auf der Entkopplungsmatte können Sie dann die Terrassenfliesen verlegen. Hier haben wir die Funktionsweise und Anbringung einer Entkopplungsmatte erklärt.

Neue Terrasse: Vorbereitungen für das Abdichten

Denken Sie an das Gefälle: Soll die Terrasse gänzlich erneuert oder neu angelegt werden, ist zuerst für den Untergrund Ihrer neuen Terrasse zu sorgen. Als erster und wichtiger Hinweis, um später Feuchtigkeitsprobleme zu vermeiden, sollte Ihr Terrassenuntergrund ein zweiprozentiges Gefälle (also 2 Zentimeter auf 1 Meter Fläche) aufweisen, damit eine optimale Entwässerung möglich ist.

Zement und Bodenestrich auftragen: Zuerst wird in den Bodenaushub die benötigte Menge Zement bzw. Bodenestrich ausgebracht. Die sich bildende Zementhaut ist allerdings nicht tragfähig und muss deshalb mit einem Winkelschleifer entfernt werden.

Arbeitsstelle reinigen: Danach wird der Terrassenboden mit einem Stahlbesen oder einer Topfbürste abgefegt, in den Ecken kommt eine Drahtbürste zum Einsatz. Eventuell vorhandener Bewuchs durch Algen oder Moos ist mit Grünbelagsentferner oder einem Gasbrenner abzuflammen. Im nächsten Schritt wird der Boden von Staub befreit, beispielsweise durch den Einsatz eines Werkstatt- oder Industriesaugers.

Feinarbeiten: Zum Schluss müssen noch eventuelle vorhandene scharfkantige Abschlüsse mit dem Winkelschleifer bearbeitet und Randstreifen oberflächenbündig abgeschnitten werden. 

Es geht los: So dichten Sie die Terrasse korrekt ab

Dichtungsband anbringen: Zuerst wird an den Übergängen zwischen Wand und Boden und in den Dehnungsfugen Dichtungsband angebracht und mit einem Cutter abgeschnitten. Das Dichtungsband ist blasenfrei zu verlegen, es überbrückt die Bewegungen des Bodens. Verwenden können Sie hierfür zum Beispiel das Ottoflex Dichtband, was sich in vielen unserer Tests am besten bewährt hat.

Dichtschlämme auftragen: An der angrenzenden Wandfläche sollte bis in eine Höhe von etwa 15 Zentimetern Abdichtungsmasse  bzw. Dichtschlämmeaufgetragen werden. Sie sorgt dafür, dass in diesem Bereich keine Feuchtigkeit –beispielsweise durch liegenbleibenden Schnee – eindringen kann.  Wie Sie Dichtschlämme richtig auftragen, haben wir in dem verlinkten Ratgeber ausführlich und anschaulich Schritt-für-Schritt erklärt. Sollten Sie sich noch nicht für einen Hersteller für Dichtschlämme entschieden haben, probieren Sie die Dichtschlämme von Otto Chemie. Einen 20 kg-Sack Dichtschlämme können Sie bei uns im Shop erwerben.

Abdichten der Terrassenecken: Mit dem Abdichten selbst ist an den Ecken zu beginnen. Hier wird die klumpenfrei angemischte Dichtschlämme gleichmäßig und dünn aufgetragen mit einer Hohlkelle aufgetragen. Auch die Stirnseiten der Terrassenplatten müssen abgedichtet werden, denn auch hier dringt sonst Feuchtigkeit ein

Aushärten lassen: Auf der Umverpackung des Abdichtungsmittels können Sie nachlesen, welchen Zeitraum Sie für die Aushärtung des ersten Anstriches einplanen müssen. Meist ist dieser aber recht schnell wieder begehbar.

Der zweite Anstrich der Abdichtmasse: Der zweite Anstrich der Abdichtmasse wird dann mit einem Stahlglätter aufgetragen. Die Schichtdicke sollte bei etwa 2 Millimetern liegen. Der zweite Anstrich benötigt meist 24 bis 48 Stunden, bis er vollkommen ausgehärtet ist. Danach kann mit dem Verlegen der Terrassenfliesen begonnen werden.

Ihr Einkaufzettel zum Abdichten Ihrer Terrasse:

Weiterführende, hilfreiche PROFI-TIPPS zum Thema Abdichten, Fliesenverlegen, Reinigung und Pflege sowie zur Ästhetik und Fliesendesign:

 Terrasse abdichten

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