Das Tapezieren kann zu einem Kinderspiel werden, wenn man einige Tapezier Tipps einhält. Denn jeder Mensch sollte es sich leicht machen, wenn es um das Tapezieren geht. Und wer richtig tapezieren kann und vorab die Tapezieren Tipps durchliest, hat weniger Arbeit und mehr Freude am tapezieren! Audführliche Anleitung zum tapezieren weiter unten.
Es gibt einige Vorbereitungen vor dem Tapezieren, an die man sich halten sollte. So kann man ein perfektes Ergebnis erzielen. Das allerwichtigste ist der Fakt, dass die Wände und auch die Decken richtig glatt sein sollten, dazu müssen sie auch trocken und sauber sein. Nur so sind die Wände und Decken auch wirklich saug- und somit tragfähig.
Damit die Wände und Decken wirklich glatt sind, muss man jeden kleinsten Rest an Tapete entfernen, dies kann man am besten mit Tapetenablöser. Mit ihm wird es eine Freude sein, die gesamten Tapeten ohne viel Stress abzulösen, sogar dann, wenn mehrere Schichten vorhanden sind. Natürlich muss man auch Löcher und Risse in Wänden und Decke verspachteln, damit die Tapete auch wirklich hält. Hier eignet sich die Spachtelmasse von Metylan. So bekommt man eine Spachtelmasse, die sich leicht verarbeiten lässt und die vor allem nur eine kurze Trocknungszeit zu bieten hat. Außerdem lässt sich die fertige Spachtelmasse wieder schließen und man hat sie bei kleinen Problemen immer gleich griffbereit und muss sie nicht erst anrühren.
Es gibt verschiedenste Produkte für Dübellöcher, für Risse und auch für Unebenheiten. Man muss immer darauf achten, recht glatt zu spachteln, damit die Wand oder die Decke schön glatt bleibt. Natürlich braucht man auch einen Spachtel, vor allem bei Unebenheiten, nur so kann man auch für eine richtige Glätte sorgen. Bei Rissen in der Wand, geht dies ohne Spachtel, denn man kann mit Metyland hier mit dem Finger spachteln. Metylan hat für alle Fälle die richtige Spachtelmasse zu bieten und diese sollte man auch für die leichtere Arbeit nutzen.
Kauft man neue Tapeten, sollte man auf die Symbole achten, die auf der Tapete verzeichnet sind. Denn so kann man sicher sein, dass man Tapeten kauft, die man auch wirklich möchte und die für die eigene Belange die beste Qualität bedeuten. Ist die Tapete mit einer Welle ausgezeichnet, bedeutet diese, dass man Kleisterflecken von der Tapete tupfen kann. Sie ist wasserbeständig. Dann gibt es auch die Tapete mit zwei Wellen, die für die Waschbeständigkeit steht, hier können leichte Verschmutzungen mit einem feuchten Schwamm entfernt werden. Bei Kindern und Tieren im Haushalt sollte man aber am besten die Tapete mit den drei Wellen für sich nutzen, denn diese ist Hochwaschbeständig und so kann man außer Öl und Fett die Flecken mit einer leichten Seifenlauge und einem Schwamm entfernen. Es geht aber auch noch besser, so gibt es Tapeten mit dem Symbol einer Welle und einem Kamm, wie drei Wellen und einem Kamm. Bei einer Welle ist hier die Tapete sogar scheuerbeständig und kann mit Seifenlauge und Schwamm oder auch weicher Bürste entfernt werden. Bei den drei Wellen, ist die Tapete hochscheuerbeständig und kann mit Seifenlauge, sogar mit einem Scheuermittel und einem Schwamm oder einer Bürste bearbeitet werden.
Es gibt noch weitere Symbole die man beachten sollte. So die halbe Sonne, wo die Tapete ausreichend lichtbeständig ist. Bei einer halben Sonne mit Kreuz drin, ist sie befriedigend lichtbeständig. Bei einer ganzen Sonne ist sie gut lichtbeständig, also gegen Sonnenbestrahlung geschützt und verblasst weniger. Bei einer Sonne mit einem Kreuz drin, kauft man eine sehr gut lichtbeständige Tapete, die noch besser auf die Sonne reagiert und fast gar nicht verblasst. Sind zwei Sonnen abgebildet, ist die Tapete vor Verblassung geschützt. Bei allen Symbolen kann man natürlich auch einen Verkäufer befragen, der diese alle kennen muss!
Nun kommen wir noch zu den Werkzeugen, die man für das Tapezieren braucht und dann kann die Arbeit auch beginnen. Die gesamten Werkzeuge sollten auf jeden Fall aus rostfreiem Edelstahl bestehen, damit man diese auch gut reinigen kann. Natürlich sollten alle Werkzeuge, die wir gleich noch benennen, beim Tapezieren absolut sauber und trocken sein. Man braucht: Senklot, Bleistift und Gliedermaß, Stielspachtel, Tapezierspachtel, Tapezierbürste, Cuttermesser, Tapezierschere, Tapetenschneidehilfe, Nahtroller glatt, Moosgummirolle, Fellrolle, Eimer, Kleisterbürste, Leiter, Tapeziertisch.
Hat man alles gut vorbereitet und griffbereit, kann das Tapezieren beginnen!
Tapeten richtig abmessen und zuschneiden
Der nächste Schritt beim Tapezieren ist nun das Abmessen und das zuschneiden der Tapeten. Für die Bahnlänge gilt: Raumhöhe + Verschnitte, der Verschnitt sollte 10 cm betragen. Somit hat man keine Probleme, weil die Tapete nie zu kurz geschnitten wurde. Ist die Tapete gemustert, muss man den Rapport dazu rechnen, dies ist auf den Tapetenrollen vermerkt.
Hat man die Maße, legt man die Tapete mit der Rückseite nach oben und kann so die Länge ausmessen und dann zuschneiden. Man kann ein Kreppband zur Hilfe nehmen, damit man nicht jede Bahn neu ausmessen muss. Man kann das Kreppband am Ende der Bahn auf dem Tisch befestigen und weiß so, wo man schneiden muss! Leider gilt dies aber nicht bei Tapeten mit Mustern.
Tapetenkleister richtig anrühren
Nun kommen wir zu dem Abschnitt, wo man den Tapetenkleister anrührt. Ohne ihn wird keine Tapete halten und von daher muss man auch den besten Kleister auswählen. Man muss bei dem Kleister darauf achten, dass dieser auch zu der Tapete passt, also für sie nützlich ist. Zur Not sollte man sich beraten lassen. Tapetenkleister kann nicht aufbewahrt werden, bricht man ein Paket an, muss man dieses aufbrauchen oder wegwerfen.
Hat man den richtigen Kleister gewählt, wird dieser mit Wasser angerührt. Das Mischverhältnis steht auf der Packung des Kleisters und daran sollte man sich auch klar halten. Das Gefäß, meist ist es ein Eimer, sollte auf jeden Fall sauber sein und nicht rosten, dann füllt man das Wasser in den Eimer und rührt dann den Kleister ein. Auch hier kann sich je nach Produkt die Rühr-Zeit unterscheiden, aber auch dies steht auf der Packung. Dann muss man den Kleister nur noch wie empfohlen quellen lassen und dann kann man ihn einsetzen!
Tapezieren mit Tapeziermaschine
Wer mit der Tapeziermaschine arbeitet, hat es um einiges leichter, denn er muss nicht mehr selbst die Tapete kleistern, dies macht die Maschine. Man muss nur den Kleister anrühren, ihn einfüllen und dann die Tapete durchführen. Nicht alle Maschinen arbeiten gleich, von daher sollte man sich vorab damit auseinandersetzen, wie die genaue Funktionsweise ist.
Den richtigen Tapetenkleister wählen
Wie schon einmal vermerkt, sollte der Kleister nicht zu günstig ausfallen. Man möchte ja nicht, dass die Tapete einem wieder entgegen kommt, sondern dass sie hält. Daher ist es nie verkehrt, ein paar Euros mehr zu bezahlen. Dann sollte man aber auch darauf achten, dass die Struktur der Tapete zu dem Kleister passt. Dies ist auf dem Kleister selbst vermerkt, ansonsten sollte man sich beraten lassen. Denn ist der Kleister falsch, kann die beste Tapete nicht halten und man wird sich schnell über das Ergebnis ärgern.
Hilfreiche Tipps zum Tapezieren bei Sonderfällen:
Es gibt immer Besonderheiten, bei denen man bestimmte Kniffe und Tricks braucht, damit das Tapezieren zu einem Klacks wird. Zum Beispiel dann, wenn man Malervlies tapezieren möchte, wenn man um Ecken rum tapezieren muss, wenn man einen Schrank tapezieren will oder mehr. Lesen Sie bitte weiter, um alle Besonderheiten kennenzulernen und dazu hilfreiche Tipps zu lesen und diese umsetzen zu können!
Dachschrägen tapezieren
Wenn man eine Dachschräge tapezieren möchte, muss man darauf achten, dass man die Tapete nur bis zum Stoß klebt und sie dort schneidet und dann eine neue Bahn ansetzt. Dachschrägen tapezieren wird so um Einiges leichter, denn man kann dann einen exakten Übergang garantieren, wenn man die neu angesetzte Bahn genau in die Ecke gesetzt hat. So entstehen keine Hohlräume oder lästigen Falten und man hat sich die Arbeit etwas erleichtert. Man sollte also immer beim Dachschrägen tapezieren, den oberen und den unteren Tapetenabschnitt getrennt voneinander anbringen und den Überhang abschneiden. Eine leichtere Variante wird man nicht finden, wenn man die Dachschräge tapezieren möchte.
Ecken tapezieren
Möchte man Ecken tapezieren, muss man zwischen Außenecken und Innenecken unterscheiden. Innenecken verlaufen nach innen, bei Außenecken steht die Ecke in den Raum hinein. Bei der Innenecke drückt man die komplette Tapetenbahn in die Ecke und schneidet sie dann zu. Man schneidet die zweite Eckbahn mit dem Cuttermesser ab und drückt sie dazu mit dem Spachtel richtig in die Ecke. So steht die Tapete dann 1 mm auf der Wandseite über. Nun hebt man die zweite Bahn ab, kleistert die Ecke erneut ein und klappt den Überstand der ersten Eckbahn wieder in die Ecke zurück und drückt sie an. So tapeziert man eine Ecke sauber.
Rigips tapezieren
Wenn man Rigips tapezieren möchte, muss man vorher erst einmal den Boden abdecken, dann wird die Wand vorbereitet. Man spachtelt alle Zwischenräume mit der passenden Spachtelmasse aus und glättet sie mit der Putzkelle. Die Masse wird in den Hohlraum gedrückt und dann glatt gezogen. Auch die Schrauben sollten zugespachtelt werden. Dann lässt man das Ganze einige Stunden trocknen und kann dann das Gespachtelte mit Schmirgelpapier glätten. Dann wird Tiefengrund aufgetragen, dieser muss antrocknen und dann kann die Wand tapeziert werden.
Treppenhaus tapezieren
Wenn man ein Treppenhaus tapezieren möchte, muss man lange Tapetenbahnen schneiden und anbringen. Dies bedeutet sehr viel Arbeit und Mühe. Eine passende Alternative dazu wäre die Flüssigtapete, damit man nicht zu lange Bahnen ankleben muss. Bei der Flüssigtapete, die auch Flexibel Tapete genannt wird, kann man die Tapete so verstreichen, wie man mag. Außerdem kann man gleich Ecke und Risse ausgleichen.
Möchte man das Treppenhaus doch lieber mit normaler Tapete tapezieren, arbeitet man sich Bahn für Bahn vor und muss immer an die Steckdosen, Lichter und auch Treppenstufen achten und etwas Geduld aufbringen.
Schrank tapezieren
Ein Schrank muss nicht immer gleich in den Müll, man kann ihn durchaus bei Schrammen und Macken mit einer Tapete verzieren. Somit wird er wieder zu einem Schmuckstück und wird über Jahre begeistern können. Der Schrank sollte aber auf jeden Fall eine glatte Oberfläche haben, wenn man ihn tapezieren möchte. Wenn man den Schrank tapezieren möchte, muss man ihn vorab erst einmal reinigen. Dann kann man, falls die Oberflächen nicht glatt genug sind, den Schrank auch noch einmal abschleifen, so hält die Tapete noch besser. ist dies getan, kann man den Schrank ganz normal tapezieren, bitte aber an die Türöffnungen denken und an die Griffe. Die Griffe kann man abschrauben und die Löcher später vorsichtig mit einem Schraubendreher durchstechen.
OSB Platte tapezieren
OSB Platten sind ein sehr moderner Baustoff und sind sehr beliebt. Beim Tapezieren muss man geschliffene Platten vor sich haben. Die Oberfläche muss aufnahmefähig sein und sollte auf jeden Fall mit einer Beschichtung wasserabweisend gemacht werden. Dazu müssen die Platten fett- und staubfrei sein. Die Tapete sollte schnell angebracht werden, bis zu 36 Stunden nach der Anbringung. Wenn man OSB Platten tapezieren möchte, ist dies sehr wichtig, denn die Platten können sich noch verbiegen.
Vinyltapete tapezieren
Malervlies tapezieren zu wollen, wird immer bekannter. Manche Menschen sagen aber nicht Malervlies tapezieren, sondern Vinyltapete tapezieren. Die Tapete besteht aus einem Gemisch verschiedener Zellstoffe und auch PVC. Somit ist die Tapete natürlich viel strapazierfähiger als die gute alte Papiertapete. Sie dehnt sich durch Feuchtigkeit auch nicht aus, was gerade beim Tapezieren sehr positiv ist. Und sie ist schwer entflammbar! Dazu kann man mit ihr auch kleine Unebenheiten überdecken. Wenn man Vinyltapete tapezieren möchte, braucht man auf jeden Fall auch einen Vinylkleber und eine Tapezierbürste. Wenn man auf dem Putz tapezieren möchte, muss man vorher einen Tiefgrund auftragen. Man braucht auch keinen Überstand mitschneiden, denn die Tapete zieht sich nicht zusammen. Die Tapezierbürste sorgt dafür, dass man keine Blasen beim Tapezieren hat.
Fototapete tapezieren
Wer eine Fototapete tapezieren möchte, hat eine gute und große Auswahl. Die Wand, auf der man tapezieren möchte, muss glatt sein und sauber. Nur so ergibt die Fototapete auch ein wunderbares Gesamtbild ab. Man sollte die Fototapete der Reihe nach hinlegen, so dass man sich diese nur noch greifen muss. Dann tapeziert man die Wand und bringt die Tapete an. Natürlich bündig! Man kann so die Bahnen wunderbar noch verschieben, bis sie den perfekten Sitz haben. Am besten arbeitet man mit der Tapezierrolle, damit die Tapete richtig ordentlich haftet. Ist die Tapete getrocknet, kann man alle überstehenden Ränder gut abschneiden.
Fazit zum tapezieren:
Möchte man in der Wohnung oder dem Haus selber tapezieren, ist dies absolut möglich. Mit unseren Tipps sollt man nun Raufasertapete tapezieren können, ebenso aber auch genauso gut Rigipsplatten tapezieren können. Es sollte keine Probleme mehr bedeuten, Holz tapezieren zu wollen oder in einer Schräge tapezieren zu müssen. Ob Sie nun eine Papiertapete tapezieren oder aber eine Fototapete tapezieren, die Arbeiten sind gar nicht so schwer wie man denkt, wenn man die passenden Materialien hat und sich an unsere Tipps hält. Sie können so OSB Platten tapezieren und sind auch nicht schlechter, wenn Sie Vinyltapeten tapezieren wollen. Man kann es sich so schön einfach machen, wenn man sich nur die Zeit nimmt, die Tipps alle zu lesen und dann auch zu beachten. Sie müssen ein Fenster tapezieren? Das ist kein Problem. Sie wollen MDF Platten tapezieren? Probieren sie es ruhig. Sie werden begeistert sein. Kein Mensch wird mehr behaupten, dass man beim Tapezieren Ecken nicht richtig erarbeiten kann oder dass man keine Vliestapete kleben kann. Sie schaffen dies und das ohne große Probleme.