Schattenfuge
Schattenfuge – Ja oder nein!?
Eine Schattenfuge entsteht, wenn Sie je nach Projekt, mit der Gipskartonbeplankung oder auch mit der Holzverkleidung von Wand oder Decke, 1-3cm vor der Oberfläche der angrenzenden Wand, Decke oder des Fußbodens abschließen. In diesem Fall ist die Schattenfuge gewollt und wird als Gestaltungselement genutzt. Es gibt jedoch auch den Fall, dass eine Schattenfuge nicht gewünscht ist, so dass man in die Trickkiste greifen muss, um diese zu kaschieren.
In diesem Artikel möchten wir Ihnen daher einerseits aufzeigen, wie Sie eine Schattenfuge richtig setzen und auf was Sie achten müssen und anderseits zeigen wir Ihnen Möglichkeiten auf, wie Sie eine Schattenfuge kaschieren können.
Ja, ich will!
Ist eine Schattenfuge gewollt, sollte diese in jedem Fall gerade gezogen werden und bei ungeraden angrenzenden Teilen, muss diese parallel dazu verlaufen. Arbeiten Sie hier ungenau, ergibt sich daraus ein unschönes Schattenbild.
Akzente, die Sie zudem setzen können
Die gesetzte Fuge zwischen Wand und Decke lässt sich u.a. auch sehr schön nutzen, um mit indirektem Licht weitere Akzente zu setzen. Lichtbänder können hier aber auch ohne Fuge sehr schön wirken, indem Sie die Fuge unter einem vorgefertigten Profil verstecken. Es sei an dieser Stelle nur erwähnt.
Ist kein indirektes Licht gewünscht, aber dennoch eine Schattenfuge, kann es besonders edel wirken, wenn die unter der Fuge liegende Oberfläche in einer dunklen Farbe gestrichen ist.
Ebenfalls ein schönes Bild ergeben zwei unterschiedlich aufbereitete Oberflächen in Sachen Struktur. Die Decke können Sie beispielsweise glatt spachteln und der Wand können Sie hingegen eine leichte Struktur mit Tapete oder Putz verleihen.
Auch unterschiedliche Farben an Wand und Decke machen die Fuge zu einem optischen Verstärker. Bei den Farben sollten Sie allerdings beachten, dass dunkle Farben an der Decke, Räume mit niedriger Deckenhöhe, diese noch kleiner erscheinen lassen.
Gut zu wissen: Setzen Sie gezielt auf eine größere Schattenfuge, müssen Sie wie bereits angesprochen auf eine gerade Verlaufsrichtung achten. Ein sehr nützliches Werkzeug ist dabei die so genannte „Schattenfugensäge“. Damit haben Sie die Möglichkeit, die verbauten Gipskartonplatten parallel zur Wand oder zur Decke zu begradigen. Ebenfalls sorgen spezielle Profile für einen sauberen Abschluss, wenn sie denn mit Gipskarton arbeiten.
Nein, will ich nicht!
Ist keine Schattenfuge gewünscht, lässt sich diese zumindest bis zu einem gewissen Rahmen kaschieren. Zu beachten ist hier allerdings, dass je näher sich die jeweiligen Bauteile kommen, desto wahrscheinlicher kommt es im Laufe der Zeit zu Rissen. Wo regelmäßig Bewegungen aufkommen, müssen Sie also gut überlegen, inwieweit das Kaschieren Sinn macht.
Möglichkeiten sind folgende:
- Kleinere Fugen können Sie in der Regel mit einem Acrylat- oder besser Hybridpolymer-Dichtstoff schließen und später entweder überstreichen oder übertapezieren. Wobei hier die Tapete eigentlich die bessere Wahl ist, da keine Risse entstehen, sondern diese sich im schlimmsten Fall "nur" löst.
- Sie können den Anschluss entkoppeln, indem sie nach dem Verputzen der Wand (wenn noch feucht) die Kelle einmal an der Decke entlang ziehen. So entsteht an der Oberkante der Wand ein dünner Spalt, den Sie ebenfalls überstreichen oder übertapezieren können, nachdem dieser mit Dichtstoff gefüllt wurde.
- Sie können vorgefertigte Trennstreifen nutzen, um einen gleitenden Anschluss hinzubekommen. Auch hier können sie analog zu den vorherigen Beispielen vorgehen.