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Pflastersteine verfugen

Pflastersteine verfugenPflastersteine verfugen

Pflastersteine verfugen ist ein wichtiger Schritt bei der Pflasterverlegung. Wir sagen bewusst, dass das Verfugen ein Schritt bei der Verlegung ist, da beide Phasen nicht gesondert betrachtet werden sollten. Wenn beispielsweise mineralisches Fugenmaterial, wie Feinsplitt oder Sand verwendet wird, sollte das Verfugen zwingend mit dem Einrütteln der Pflastersteine erfolgen. Nur so verdichtet sich das Fugenmaterial richtig und sorgt für den entsprechenden Halt.

Nachfolgend erhalten sie weitere Informationen welche Möglichkeiten des Verfugens es gibt und wann sich welche Möglichkeit am besten eignet.

Pflastersteine verfugen - Das benötigen Sie:

» Alle Materiealien zum Pflastersteine verfugen Hier

Verfugen mit Feinsplitt

Feinsplitt eignet sich sehr gut zum Verfugen, wenn die Pflastersteine offen im Splittbett gelegt werden. In der Regel nimmt man nämlich auch immer das Material zum verfugen, das auch für das Verlegebett genutzt wurde.

So gehen Sie vor:

Verteilen Sie den Feinsplitt gleichmäßig auf der verlegten Fläche. Anschließend kehren Sie mit einem groben Besen das Material in die Fugen ein. Arbeiten Sie am besten Kreuzweise. Haben Sie das verteilte Material eingearbeitet, müssen Sie in einem Zwischenschritt mit Hilfe der Rüttelplatte die Pflastersteine "festrütteln". Es werden sich jetzt nochmals offene Fugen bilden. Diese füllen Sie wieder, wie zuvor beschrieben. Anschließend kommt wieder die Rüttelplatte zum Einsatz und erst dann spricht man vom eigentlichen Festrütteln.

Verfugen mit Sand oder Quarzsand

Häufig hören wir, dass Sand gerne genommen wird wegen der hellen Färbung, so dass ein Kontrast zu den Pflastersteinen entsteht. Sand eignet sich allerdings nur bedingt zum Verfugen. Das Problem ist nämlich, dass einerseits kein vergleichbarer Halt erzielt wird, wie z.B. beim Verfugen mit Splitt und anderseits kann Regenwasser den Sand in das Verlegebett spülen, was vermieden werden sollte. Hinzu kommt, dass leider Ameisen und Insekten die sandgefüllten Fugen als Lebensstätte hervorragend finden.

Eine Möglichkeit wäre auf Quarzsand zurückzugreifen, was zumindest mehr Halt im Abschluss liefert als normaler Grubensand. Nachteil ist jedoch, dass Quarzsand sehr teuer ist. Egal für welches Material Sie sich hier entscheiden, die Verarbeitung erfolgt ebenso wie das Verfugen mit Splitt.

Verfugen mit fertigem pflasterFugenmörtel

Der optimalste Weg, Pflastersteine zu verfugen ist das Verfugen mit fertigem Fugenmörtel. Die Fugen halten wirklich dauerhaft und Insekten und Unkraut sind chancenlos. Werden die Pflastersteine zudem auf festem Untergrund verlegt, ist Fugenmörtel die einzige Möglichkeit für festen Halt zu sorgen.

Anfangs hatten wir erwähnt, dass man immer mit dem Material verfugt, welches auch im Verlegebett eingesetzt wurde. Bei festen Untergründen sollten Sie jedoch vorsichtig sein und die Regel ausblenden. Wird beispielsweise auf Beton verlegt, dürfen Sie niemals auch Beton zum verfugen nehmen. Beton besitzt eine sehr geringe Ausdehnungsfähigkeit, so dass es in jedem fall zu Rissen in den Fugen kommen würde.

Wir empfehlen Pflasterfugenmörtel auf Kunstharzbasis. Die Beigabe von Kunstharz gibt dem Fugenmörtel, der nämlich eigentlich nur aus Zement und Sand besteht, eine elastische Konsistenz.

Video zum Pflastersteine verfugen mit Pflasterfugenmörtel

Vorteile von Pflasterfugenmörtel auf KunstharzbasisPflasterfugenmörtel

  • Elastisch und langlebig
  • lange Garantien seitens der Hersteller
  • Versiegelt die Oberfläche
  • Frost- und Hitzebeständigkeit
  • Wildkräuter oder Insekten haben kein Chance
  • Wasser kann weiterhin versickern

Die Verarbeitung von Pflasterfugenmörtel auf Kunstharzbasis ist zwar aufwendiger, lohnt sich aber in jedem Fall. Insbesondere im Außenbereich entfaltet das Material seine besonderen Vorteile. Temperaturunterschiede führen bei den gesetzten Fliesen zu einer geringeren Belastung und das frostbeständige Material sorgt zudem dafür, dass kein Unkraut durchwachsen kann. Achten Sie beim Setzen der Fliesen oder Steine aber auf jeden Fall auf Dehnungsfugen!

Ein weiterer Vorteil ist die Hitzebeständigkeit, so dass auch eine Reinigung mit dem Hochdruckreiniger und heißem Wasser erfolgen kann. Die speziellen Eigenschaften der unterschiedlichen Hersteller sollten Sie hier jedoch beachten.

Fugenmörtel auf Kunstharzbasis sind auch als besonders schnell trocknende Varianten erhältlich. Nach der Verarbeitung sind die Fugen bereits nach zwei Stunden voll belastbar.

So viele Vorteile das Material auch hat, der Nachteil ist, dass Fugenmörtel auf Kunstharzbasis verhältnismäßig teuer ist.

Bei der Anschaffung können Sie von einem Bedarf ausgehen, der bei zwei bis zehn Kilogramm pro Quadratmeter liegt.

Pflastersteine verfugen Terrasse

Fazit Pflastersteine verfugen

Grundsätzlich sollten Sie beim Verfugen von Pflastersteinen zunächst einmal das Verlegebett in die Entscheidung miteinbeziehen, welches Material am Ende eingesetzt wird. Liegt ein loses Verlegebett aus Kies oder Sand vor, verwendet man in der Regel auch ein loses Fugenmaterial. Bei einem festen Verlegebett greift man auf Fugenmörtel zurück. In diesem Fall kann gleichzeitig überlegt werden, ob zum Fugenmörtel auf Kunstharzbasis gegriffen wird. Die Vorteile liegen klar auf der Hand.

Übrigens: Der Fugenabstand bei genormten Pflastersteinen beträgt drei bis vier Millimeter. Bei ungenormten "Natur"-Steinen kann der Fugenabstand fünf bis acht Millimeter betragen.

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