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Der Kamin » Ideale Wärme für die kalte Jahreszeit

Wer ein Kamin sein Eigen nennt weiß um die Vorteile des Kamins in der kalten Jahreszeit. Was muss ich beachten, um einen Kamin in meinem Eigenheim aufstellen zu dürfen? Und wie lässt sich der Einbau eines Kamins so planen, dass nachträglich keine zusätzlichen Arbeiten entstehen? Wir zeigen also die Vorteile des Kamins zu Hause, was vor der Aufstellung beachtet werden muss und beantworten grundsätzliche Fragen, wie "Was ist der perfekte Untergrund für meinen Kamin – Metallplatte, Glasplatte oder Fliesen?".

Wer liebt es nicht, wenn es draußen wieder kälter ist, den Kamin zu befeuern und es sich im eigenen Zuhause so richtig gemütlich zu machen? Sie können sich mit Ihrer Familie beispielsweise vor dem Kamin versammeln und mit ihnen über die Geschehnisse des Tages sprechen. Vielleicht möchten Sie auch das lodernde Feuer aus der Ferne betrachten, während Sie ein gutes Buch lesen, mit den Kindern Gesellschaftsspiele spielen, Fernsehen schauen oder am Computer aktiv sind.

Die Anschaffung eines Kamins ist auch gar nicht so teuer, die günstigsten Modelle – welche allerdings nicht als Dauerbrandofen genutzt werden sollten – sind ab ca. 200 Euro erhältlich. Nach oben hin gibt es natürlich keine Preisbegrenzung.

Warum ist die Anschaffung eines Kamins sinnvoll?

Kaminwärme ist für viele Menschen wesentlich angenehmer als Heizungswärme. Das verbrennende Holz sorgt zudem auch für einen ganz anderen, wesentlich intensiveren aber auch angenehmen Geruch. Wer einen eigenen Garten besitzt, hat meist auch einen größeren Schnittholzanfall zu verzeichnen. Wird dieses zerkleinert und getrocknet, muss es nicht im Biomüll oder auf dem Kompost entsorgt werden, sondern eignet sich ideal als Anfeuerholz. Hierbei ist es egal, ob es sich um Zweige oder Äste von Laub- oder Nadelbäumen handelt, nur richtig trocken muss es sein. Deshalb sollte das kleingeschnittene Holz mindestens ein Jahr lang trocknen, beispielsweise im Schuppen, im Gartenhaus, unter dem Carport oder auch in einer Ecke der Garage um im Kamin ordentlich zu verbrennen.

Das sollten Sie bei der Aufstellung des Kamins beachten

Ob der Schornstein der normalen Heizungsanlage auch für den Kaminabzug genutzt werden kann, teilt Ihnen Ihr Bezirksschornsteinfeger im Rahmen einer Vor-Ort-Besichtigung mit. Dieser wird Ihnen auch mitteilen, welche Parameter entsprechend Ihren örtlichen Gegebenheiten einzuhalten sind. Gerade dann, wenn Sie eine Bestandsimmobilie nutzen, können sich auch hinter der Schornsteinwand bauliche Überraschungen verbergen, die es gilt, zu beseitigen.

Leicht brennbare Stoffe wie beispielsweise Holz, welches als Ständerwerk zur Befestigung des Klinkers genutzt wurde, aber auch Dämmwolle müssen jeweils mindestens 20 Zentimeter rund um die Öffnung für das Abzugrohr entfernt und durch nicht brennbares Material (Ofenabdichtung) ersetzt werden. Ob dies bei Ihrem Haus der Fall ist, werden Sie spätestens bei der Durchführung der Kernbohrung für das Abzugrohr bemerken.

Rund um den Kamin müssen zu allen Seiten 30 Zentimeter Platz verbleiben, nach vorn hin sogar 50 Zentimeter. Dieser Bereich muss mit einer nicht brennbaren Unterlage versehen sein, beispielsweise einer Metallplatte, einer Glasplatte oder – und das zählt zu den empfehlenswerten Unterlagen – Fliesen.

Fliesen sind ein geeigneter Untergrund für den Kamin

Vorteile der Fliesen gegenüber einer Glasplatte: Fliesen können großer Hitze problemlos standhalten. Zwar ist das auch bei einer Glasplatte der Fall, aber hier wird es immer wieder vorkommen, dass sich Verschmutzungen unter der Platte festsetzen, die nur schwer zu entfernen sind. Und schließlich möchten Sie nicht ständig erst den Kamin wegschieben, bevor sie die schwere Glasplatte anheben und den Untergrund reinigen können. Zudem stellt die Glasplatte auch eine Stolperfalle dar.

Vorteile der Fliesen gegenüber einer Metallplatte: Auch unter Metallplatten kann sich Schmutz ansammeln. Deshalb werden sie meist nur vor den Kamin gelegt, um sie bei Bedarf schnell zur Seite nehmen und den Boden darunter reinigen zu können. Metallplatten gelten unter Design- und ästhetischen Aspekten auch nicht als besonder schick. Wer sein Wohnzimmer also gemütlich nennt, wird auf die Metallplatte unbedingt verzichten wollen. Warum also nicht gleich auf Fliesen zurückgreifen?

Ist das Wohnzimmer oder der Raum, in dem der Kamin aufgestellt werden soll, bereits vollständig gefliest, so können Sie den Ofen – natürlich entsprechend den oben erwähnten Vorgaben – direkt aufstellen lassen. In Betrieb genommen werden darf der Kamin aber erst dann, wenn ihn der Bezirksschornsteinfeger abgenommen hat.

Beispiele für Kamine mit gefliestem Untergrund

Kamin mit Fliesen

Kamin mit Fliesen

Kamin mit Fliesen

Weitere Informationen:

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