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Info Holzleime

Was sind Holzleime?

Holz leimen die „klassische“ Methode Holzverbindungen durch aushärtende Zusatzstoffe (natürliche oder synthetische Grundstoffe) herzustellen. Wenn man etwas feinere Dinge wie z.B. Möbel aus Holz bauen will, wird man um das Verleimen nicht mehr herumkommen.

Beanspruchungsgruppen von Holzleim:

D1 Holzleim: Geeignet für den Innenbereich, wobei die Holzfeuchte unter 15 % bleiben muss.

D2 Holzleim: Geeignet für den Innenbereich mit gelegentlicher kurzzeitiger Wasser- bzw. Kondenswassereinwirkung, wobei die Holzfeuchte maximal 18 % erreichen darf.

D3 Holzleim: Geeignet für den Innenbereich mit häufig kurzzeitiger Wassereinwirkung oder höherer Luftfeuchte. Geeignet für den Außenbereich ohne Aussetzung einer direkten Bewitterung.

D4 Holzleim: Geeignet für den Innenbereich mit häufig und lang anhaltender Einwirkung von abfließendem Wasser bzw. Kondenswasser. Im Außenbereich und der Witterung ausgesetzt mit angemessenem Oberflächenschutz.

Verarbeitung von Holzleim:

Beim Verleimen von Holz wird der Leim auf die möglichst passgenauen Verbindungsflächen beidseitig dünn aufgebracht, hierbei sind aber noch die besenderen Eigenschaften der verschiedenen Leimarten zu beachten. Die Teile werden zusammengefügt und mit Zwingen und hohem Druck zusammengehalten bis der Leim ausgehärtet ist.

Weißleim wird je nach Saugfähigkeit der zu leimenden Flächen ein- oder beidseitig aufgetragen, bei stark saugfähigen Flächen ist ein doppelter Leimauftrag mit einer Ablüftzeit von ~10 Minuten notwendig. Weißleime können mit Wasser verdünnt werden, wenn die Anzugszeit (die Zeit, bis der Leim die Werkstücke nach dem Zusammenfügen miteinander verbindet) verlängert werden muss; dies ist z. B. bei Formverleimungen oder schwierigen Press-Situationen erforderlich. Aufgrund der Basis der Weißleime (PVAc) sind diese Thermoplaste. Dies wird z. B. in der Kantenbeschichtung ausgenutzt, indem beide Kontaktflächen mit Weißleim benetzt, getrocknet und anschließend heiß zusammengefügt werden.

Kauritleime (Heißleime) werden vorrangig zum Aufleimen von Furnieren verwendet. Der Kauritleim liegt in der Regel als Pulver vor, das sowohl den eigentlichen Leim als auch eine chemische Härterkomponente enthält. Die Zugabe von Wasser aktiviert den Kauritleim, der dann einseitig auf die Trägerfläche aufgetragen wird; die Flächen werden kurzzeitig, etwa 3–5 Minuten lang, mit hohem Druck (0,5 N/mm², entspr. 50 t/m²) und Temperaturen zwischen 70 und 120 °C gepresst. Nach dem Pressen werden die (dampfenden) Werkstücke stehend ausgelüftet.

Bei Holzarten mit Gerbsäure, z. B. Eiche, oder bei Einsatz eisenhaltiger Auftragsgeräte kann es zur Verfärbung des Holzes kommen. Kauritleime können zu unerwünschten Reaktionen mit Holzbeizen führen. Können Flächen nicht mit genügend Pressdruck zusammengefügt werden, sind Klebstoffe wie Epoxydharz empfehlenswert.

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