Garagendach abdichten
Garagendach abdichten
Ein undichtes Garagendach muss möglichst schnell und vor allem fachgerecht abgedichtet werden, denn die andauernde Feuchtigkeit kann zu irreparablen Schäden an der Garage führen. das Problem ist jedoch, dass ein undichtes Garagendach häufig erst dann bemerkt wird, wenn die Schäden schon so groß sind, dass im schlimmsten Fall die komplette Erneuerung des Daches ansteht.
Lassen sie es also nicht so weit kommen, dass es schon durch die Decke in die Garage tropft, sondern beugen Sie mit regelmäßigen Wartungsarbeiten, einer kompletten Sanierung des Garagendachs vor. Dunkle Stellen an Wand und Decke oder auch abblätternde Farbe können erste Anzeichen für undichte Stellen und eindringende Feuchtigkeit sein. Auch das Entwässerungssystem sollte regelmäßig von Ihnen überprüft werden, denn Rinnen und Fallrohre, die verstopft sind, tragen ebenfalls ihren Teil dazu bei, dass es zur Durchfeuchtung der Wände und zu Feuchtigkeit in der Garage kommt.
Entdecken Sie bei den Wartungsarbeiten eventuelle Schäden, können sie diese frühzeitig beheben und einer kompletten Sanierung entgegenwirken.
Garagendach abdichten - So gehen Sie vor
Haben Sie einen Schaden frühzeitig erkannt, können Sie diesen durch eine neue Abdichtung beheben. Möglichkeiten bei Flachdächern sind folgende:
- Abdichten mit Bitumenbahnen: Häufig sind Garagendächer mit Bitumenbahnen (Teerpappe) gedeckt. Hier unterscheidet man zwischen drei Verlegesystemen: Verschweißen, kalt verlegen oder zuvor die Dachfläche mit Flüssigbitumen ausgießen. Das Gießen von Flüssigbitumen ist allerdings eine mittlerweile veraltete Methode.
- Abdichten mit EPDM-Folie: EPDM-Folie besteht aus synthetischem Elastomer oder Kautschuk. Die Folie wird einlagig und größtenteils verklebungsfrei verlegt. Nur die Bahnüberlappungen und Ränder werden mit Kleber zusätzlich abgedichtet.
- Beschichtung aus Flüssigkunststoff: Hier wird abschnittweise Flüssigkunststoff gegossen. In die erste Schicht wird ein Stabilisierungsvlies gelegt und danach kommt eine zweite Schicht Flüssigkunststoff. Das Material weist ähnliche Eigenschaften wie EPDM-Folie auf, bindet aber zusätzlich nahtlos ab.
Vor- und Nachteile der einzelnen Methoden
Das Garagendach abdichten ist mit allen drei Methoden zuverlässig realisierbar. Vor- und Nachteile ergeben sich jedoch im anschließenden Verlauf nach der Beseitigung der Schäden und beim Aufwand der Arbeiten. So kann beispielsweise unter Einsatz von EPDM-Folie ein Flachdach begrünt werden, wenn die Statik es zulässt. Ebenfalls kann eine zuvor gelegte Schicht aus Kies, aus Gründen der UV- und Temperaturbeständigkeit gänzlich weggelassen werden. Auf Grund der ähnlichen Eigenschaften ist daher auch der Einsatz von Flüssigkunststoff sehr beliebt. Hinzu kommt noch, dass diese Methode ein nahtloses abdichten ermöglicht.
Im Gegensatz dazu verhält sich das Abdichten mit Bitumenbahnen etwas anders. So müssen bei der Schweiß-Methode die Unterseiten der Bitumenbahnen zuvor mit dem Gasbrenner erhitzt werden, damit sie sich mit dem Untergrund optimal verbinden. Anschließend werden die Bahnen überlappend verlegt und bei den Übergängen miteinander verschweißt und abgedichtet. Dadurch entstehen zwei- oder dreilagige Verlegebahnen. Bei der Kaltverlegung befindet sich hingegen an der Unterseite der Bitumenbahn eine Klebeschicht. Die Stöße müssen dennoch mit Kaltkleber abgedichtet werden.
Sind die Schäden am Garagendach schon so groß, dass nur noch eine komplette Sanierung des Garagendachs in Frage kommt, ist der Ärger groß und der Geldbeutel wird kleiner. Hier können Sie jedoch auch viel in Eigenleistung vornehmen, wie z.B. die Entkernung des vorhandenen Daches, um Kosten einzusparen.