Holzleim und seine Anwendung

Holzleim

Holzleim ist ein Kleber für Holz, er wird auch Dispersionsklebstoff genannt. Mit Leim kann man Möbel leimen, damit diese nicht auseinanderfallen. Man kann aber auch einzelne Holzelemente leimen. Wer mit Leim arbeitet, muss diesen natürlich, wie auch andere Kleber, aus Augen, Nase und Mund fernhalten!

 

1. Leim in vielen Varianten

Für den Nutzer ist es auch wichtig zu wissen, dass es nicht nur eine Form von Dispersionskleber gibt, sondern viele andere Arten von Holzleim. Darunter fallen PVAC Leim und PU Leim. Diese beiden Sorten von Leim sind zugleich die beliebtesten Produkte. PU Leim wird auch PUR Leim genannt und er ist wasserfest. Schaut man auf seine Verpackung wird man dort die Angaben finden, dass es ein Holzleim D4 ist. Der PU Leim schäumt leicht auf, wenn man in verarbeitet, man muss also keinen Schrecken bekommen. Durch das Aufschäumen wird eine gute Spaltfüllung geboten. Mit diesem Leim muss man ordentlich arbeiten und vor allem mit Handschuhen, weil er schädlich ist. Und wenn man große Flächen mit ihm bearbeiten möchte, muss man vorab Wasser auf die Fläche sprühen, nur so ist eine vollständige Aushärtung gegeben. Der PVAC Leim ist ein anderer Kleber, der zu der Kategorie D2 gehört und vielen Leuten als Weißleim bekannt ist. Diesen verfärbungsfreien Leim nutzt man für die Arbeit mit Massivholz. Der PVAC Leim ist transparent und lässt sich leicht entfernen, wenn es um die Klebstoffreste geht.

Für welchen Leim man sich entscheidet, kommt also auch auf die Anwendung an. PU Leim wird gerne und oft für den Innen- und den Außenbereich genutzt und mit ihm kann man unterschiedliche Materialien kleben, also zum Beispiel Holz mit Plastik und anderes. Dieser Leim lässt sich gut verteilen und er zieht auch keine Fäden. Fachleute nutzen ihn für die Montageverleimung, für die Haustürfüllung, für die Flächenverleimung. Auch für die Korpusverleimung und für kleine Formverleimungen wird er verwendet. Auch der PVAC Leim wird für die Montageverleimung genutzt. Hier wird dann mit Schlitz, Feder, Dübel oder Nut gearbeitet. Ansonsten kann man diesen Leim auch noch für die Flächenverleimung oder aber die Fugenverleimung nutzen.

2.  Der wasserfeste Holzleim

Der wasserfeste Holzleim ist sehr wichtig, immerhin kann man so auch Produkte leimen, die mit Feuchtigkeit in Kontakt kommen oder kommen könnten. Gerade Gartenmöbel aus Holz zum Beispiel oder Türen von Gartenhäusern und  mehr. Allerdings sind Holzleime in verschiedene Kategorien eingeteilt, was klar zeigt, dass wasserfester Leim noch nicht einmal so wasserfest sein muss, wie man dies vielleicht denkt.

  • Der Holzleim D1 ist zum Beispiel ein Leim für den Innenbereich und verträgt nur eine Holzfeuchte von unter 15 Prozent. Würde man ihn also für Gartenmöbel nutzen, würden diese nicht lange stehen bleiben.
  • Der Holzleim der Kategorie D2 kann schon eine Holzfeuchte von 18 Prozent aushalten. Somit ist auch er ein Holzleim für den Innenbereich. Er kann gelegentlich der Kondenswasser- oder Wasser Einwirkung ausgesetzt sein. Also sprich: Er könnte für Dinge in der Waschküche, in der Küche oder im Bad genutzt werden, die nicht ständig mit Wasser in Verbindung kommen.
  • Der Holzleim D3 wird auch für den Innenbereich genutzt, weil er nur kurzzeitiger Wassereinwirkung standhalten kann. Die direkte Witterung sollte man meiden.
  • Nun kommen wir zu der Kategorie D4 Holzleim. Dieser Leim kann im Außenbereich genutzt werden, aber nur, wenn ein Oberflächenschutz wie ein Dach gegeben ist. Dieser Leim kann schon etwas länger mit Kondenswasser oder abfließendem Wasser in Kontakt kommen.

 

3. So verarbeitet man Holzleim

Wie schon erwähnt,  wird Holz mit Leim behandelt und es wird dafür gesorgt, dass Holzflächen verbunden sein können. Auch für die Reparatur kommt der Leim in Frage, ob nun bei einem Stuhl, der Kinderküche, einer Tür oder anderes. Man muss bei der Arbeit mit Leim aber auch immer daran denken, dass auch das Holz eine große Rolle spielt. So zum Beispiel Tropenholz: Dieses kann man nur schwer kleben. Und auch Holz, was lackierte Flächen hat, kann schwer geklebt werden.

Grundsätzlich muss man alle Oberflächen, die mit dem Leim in Kontakt kommen sollen, richtig säubern. Dann kann man den Leim auftragen und die Teile zusammenfügen. Dies kann mit bestimmten Werkstücken wie Zwingen erfolgen oder aber auch mit den Händen. Die Presszeit sollte so eingehalten werden, wie sie auch auf dem Leim selbst angegeben wird. Nur so kann alles einen guten Halt bekommen. Nach der Presszeit kommt es noch zu der Abbindezeit, der Leim muss nun noch vollständig trocknen. Hier ist die Zeit je nach Leim sehr unterschiedlich.

Ein Fazit zum Schluss

 

Leim ist nicht gleich Leim, also kann nicht immer im Außenbereich und für alle Holzarten oder Mix-Materialien angewendet werden. Man muss immer darauf achten, wie wasserfest ein leim ist. Die Presszeit ist ebenso wichtig, wie die Materialien vor der Behandlung zu reinigen. Und auch die Abbindezeit sollte man nicht unterschreiten, damit der Leim auch wirklich hält! PU und PVAC Leime sind besonders beliebt und reichten auch eigentlich an Materialien aus, die man zu Hause oder in der Firma haben sollte!